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15Pura Ulun Danu Bratan Audioguide
Der Pura Ulun Danu Bratan ist ein bedeutender balinesischer Hindutempel-Komplex am Ufer des Bratan-Sees in den Bergen bei Bedugul. Er ist ein wichtiger Wassertempel, der Dewi Danu, der Göttin der Seen und Flüsse, gewidmet ist.

Kurzinfos
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📍 Baturiti, Indonesia
Über die Tour
Der Pura Ulun Danu Bratan ist ein bedeutender balinesischer Hindutempel-Komplex am Ufer des Bratan-Sees in den Bergen bei Bedugul. Er ist ein wichtiger Wassertempel, der Dewi Danu, der Göttin der Seen und Flüsse, gewidmet ist.
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Über die Tour
The Outer and Middle Courtyards

Die Tempelgärten
Gepflegte Rasenflächen und sorgfältig geplante Blumenbeete erstrecken sich über den äußeren Bereich der Tempelanlage. Im balinesischen Tempeldesign erfüllen diese landschaftlich gestalteten Flächen einen spezifischen psychologischen Zweck: Sie bieten eine friedliche Pufferzone, die es den Besuchern ermöglicht, von der geschäftigen, weltlichen Welt in einen Zustand der stillen Kontemplation überzugehen. Gelegen im Bedugul-Hochland auf einer Höhe von etwa 1.200 Metern über dem Meeresspiegel, profitieren die Gärten von einem kühlen, feuchten Mikroklima. Dieses hochgelegene Wettergeschehen sorgt für regelmäßige Niederschläge und Nebel, wodurch das Gras und das Laub das ganze Jahr über grün bleiben. Wege schlängeln sich durch das Grün und bieten verschiedene Aussichtspunkte auf den See und die Bauwerke. Indem die Gärten natürliche Schönheit bieten, bevor die Besucher die inneren Schreine erreichen, bereiten sie den Geist auf die spirituelle Umgebung der inneren Höfe vor, in denen die eigentlichen religiösen Zeremonien stattfinden.

Der Kulkul-Turm
Über dem Innenhof erhebt sich ein hoher, gestufter Steinbau, bekannt als Kulkul-Turm. Dieses architektonische Element dient als Kommunikationszentrum für den Tempel und das umliegende Dorf. Im offenen Holzpavillon an der Spitze des Turms ist eine ausgehöhlte Holzschlitztrommel aufgehängt. Priester und Tempelwächter schlagen diese Trommel rhythmisch, um den Beginn religiöser Zeremonien zu signalisieren, plötzliche Notfälle anzukündigen oder die Gemeindemitglieder zur Versammlung zusammenzurufen. Das Design des Turms zeichnet sich durch einen starken Kontrast zwischen dem schweren, dunklen Steinfundament und dem leichten, strohgedeckten Holzpavillon aus, der die Trommel schützt. Dieses Strohdach ist aus strapazierfähiger schwarzer Palmfaser gefertigt und so konzipiert, dass es den starken Regenfällen des Bedugul-Hochlandes standhält. Die rhythmischen Schläge des Kulkul können über weite Strecken über das Wasser des Bratan-Sees getragen werden und koordinieren so das tägliche Leben und die spirituellen Praktiken der gesamten Seegemeinschaft.
The Inner Courtyard (Pura Penataran Agung)

Das verzierte Innentor
Vor dem inneren Innenhof steht das Kori Agung, ein imposantes, vollständig geschlossenes Tor, das den Zugang zum heiligsten Bereich des Tempels kontrolliert. Die zentrale Holztür ist mit komplizierten Reliefschnitzereien bedeckt, die mit Blattgold hervorgehoben sind und traditionelle Motive sowie mythologische Figuren darstellen. Gemäß heiliger Tradition bleibt dieser Haupteingang während des täglichen Betriebs geschlossen und wird nur während der großen jährlichen Feste geöffnet, um den Durchgang heiliger Reliquien, Priester und aufwendiger ritueller Opfergaben zu ermöglichen. Für den regulären Zugang flankieren kleinere, schlichte Seitentüren das Hauptbauwerk. Die Stufen, die zur Schwelle hinaufführen, werden von steinernen Statuen weiblicher Opfergabenträgerinnen bewacht, deren Hände sich in einer ewigen Geste des Dienstes und der Hingabe befinden. Die körperliche Anstrengung, die erforderlich ist, um die Steinstufen zu erklimmen und durch diese engen Eingänge zu schreiten, verstärkt den Übergang in einen Raum, der dem höchsten Grad der Verehrung vorbehalten ist.

Die heiligen Pavillons
Die offenen Holzpavillons, bekannt als Bale, sind über die inneren Tempelhöfe verteilt. Diese funktionalen Bauwerke bieten Schutz vor Regen und Sonne in der Höhenlage und lassen gleichzeitig die Luft frei zirkulieren. Während großer Festlichkeiten versammeln sich Priester und Gemeindemitglieder unter diesen Dächern, um kunstvolle Opfergaben aus Früchten, Blumen und Reis vorzubereiten. Die hölzernen Stützpfeiler dieser Pavillons sind mit weißen und gelben Stoffen umwickelt. Diese Farbwahl hat im balinesischen Hinduismus eine tiefe theologische Bedeutung: Weiß symbolisiert Reinheit und wird mit dem Gott Shiva assoziiert, während Gelb für Wohlstand, göttliche Weisheit und die Wassergöttin Dewi Danu steht. Das Umwickeln der Pfeiler mit diesen Tüchern weiht die physische Struktur und verwandelt einen praktischen Arbeitsbereich in einen heiligen Ort. Die Schlichtheit der offenen Plattformen fördert die gemeinschaftliche Zusammenarbeit und stellt sicher, dass die körperliche Arbeit bei der Vorbereitung von Zeremonien eine inklusive, gemeinsame Erfahrung für die lokale Gemeinschaft bleibt.
The Floating Meru Shrines

Der elfstufige Schrein
Der elfstufige Meru-Schrein ragt in den Himmel und ist das höchste und markanteste Bauwerk der gesamten Anlage. Diese hoch aufragende Pagode ist der hinduistischen Gottheit Shiva und seiner Gemahlin, der Göttin Parvathi, gewidmet. Die Dächer sind mit Ijuk gedeckt, einer groben, dunklen Faser der Zuckerpalme, die für ihre außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit gegen das feuchte Bergwetter bekannt ist. In der balinesischen Architektur müssen Meru-Schreine immer eine ungerade Anzahl von Stufen aufweisen, wobei elf die höchste Ehre darstellt, die den mächtigsten Gottheiten vorbehalten ist. Jede nach oben hin kleiner werdende Dachebene repräsentiert eine Stufe in der kosmischen Hierarchie der Götter und spiegelt die Schichten des heiligen Berges Meru aus der hinduistischen Mythologie wider. Die dunkle, organische Textur der Ijuk-Dächer bildet einen Kontrast zum Steinsockel und schafft eine vertikale Silhouette, die die Uferlandschaft dominiert und als visueller Orientierungspunkt für Pilger dient, die aus ganz Bali anreisen.

Die schwimmenden Schreine
Das steigende Wasser des Bratan-Sees erzeugt eine berühmte optische Täuschung, durch die die Tempelstrukturen direkt auf der Wasseroberfläche zu schweben scheinen. Neben dem hohen elfstufigen Meru-Schrein steht ein kleineres, dreistufiges Bauwerk. Dieser dreistufige Schrein ist direkt Dewi Danu gewidmet, der verehrten Göttin der Seen, Flüsse und des Süßwassers. Da der Bratan-See eine kritische Süßwasserquelle für Zentralbali ist, hat dieser kleinere Schrein eine immense praktische und spirituelle Bedeutung für die Bevölkerung der Insel. Pilger reisen aus landwirtschaftlichen Gemeinden aus ganz Bali an, um hier ihren Respekt zu zollen und um Segen für fruchtbare Böden und reiche Ernten zu bitten. Das Nebeneinander des massiven elfstufigen Turms und des kleineren dreistufigen Wasserschreins stellt das Gleichgewicht zwischen dem universellen hinduistischen Kosmos und den lokalen, unmittelbaren Anliegen von Wasser und Leben dar, die beide im klaren vulkanischen Wasser der Caldera verankert sind.
The Buddhist Stupa

Die buddhistische Stupa
Auf den Rasenflächen außerhalb der hinduistischen Hauptinnenhöfe steht eine buddhistische Stupa aus Stein. Dieses Bauwerk unterstreicht den historischen Synkretismus Balis, wo Hinduismus und Buddhismus über Jahrhunderte hinweg koexistierten, sich vermischten und gegenseitig beeinflussten. Die Stupa zeichnet sich durch eine glockenförmige Silhouette aus, die sich von einem geschichteten, quadratischen Steinsockel erhebt und an die klassische buddhistische Architektur Javas erinnert. Anstatt mit den umliegenden hinduistischen Schreinen zu konkurrieren, ist die Stupa harmonisch in die breitere heilige Geografie des Sees integriert. Ihre Präsenz spiegelt eine traditionelle balinesische Philosophie der spirituellen Toleranz und Einheit wider und zeigt, dass verschiedene Wege der Verehrung denselben heiligen Boden teilen können. Der dunkle Stein der Stupa ist oft mit einfachen gelben Stoffen geschmückt, was sie als aktiven Ort der Verehrung kennzeichnet, an dem Besucher verschiedener Glaubensrichtungen zusammenkommen, um Respekt zu zollen und stille Einkehr zu halten.

Die Buddha-Statue in der Nische
In der gewölbten Nische der steinernen Stupa sitzt eine verwitterte Statue eines meditierenden Buddha. Die Figur sitzt im Lotussitz mit gefalteten Händen in einer Meditationsgeste und zeigt durch ihre moosige, vom Regen gezeichnete Steinoberfläche den Lauf der Zeit. Ein gelbes Stofftuch ist über eine Schulter drapiert, ein übliches Zeichen des Respekts und der Weihe in balinesischen religiösen Räumen. Obwohl es sich um eine buddhistische Figur auf dem Gelände eines primär hinduistischen Tempelkomplexes handelt, erfährt die Statue die gleiche Verehrung wie jede hinduistische Gottheit. Einheimische Gläubige legen regelmäßig kleine, handgefertigte Palmblattkörbchen mit bunten Blumen, Weihrauch und Reis am Fuß der Statue ab. Diese Praxis demonstriert den tief verwurzelten Synkretismus des balinesischen spirituellen Lebens, in dem die Grenzen zwischen religiösen Traditionen fließend sind und durch gemeinsame Hingabe vereint werden. Das stille, verwitterte Gesicht des Buddha bleibt ein Mittelpunkt friedlicher Kontemplation für alle, die vorbeigehen.
The Lake Shore Path and Subak Legacy

Der Sockel des Meru-Schreins
Das massive Gewicht der mehrstöckigen Meru-Schreine ruht auf einem verzierten Steinfundament, das direkt mit dem Seewasser in Berührung kommt. Das dunkle Mauerwerk des Sockels ist mit kunstvollen Reliefs bedeckt, die florale Muster und mythologische Szenen darstellen und das handwerkliche Können der balinesischen Steinmetze unter Beweis stellen. Bunt bemalte Statuen von Gottheiten und Wächtern stehen an den Ecken des Sockels und fungieren als spirituelle Beschützer des Schreins. Diese farbenfrohen Figuren bilden einen starken Kontrast zum dunklen Stein und dem grauen, nebligen Wasser des Bratan-Sees. Da der Sockel ständig steigenden Wasserpegeln und feuchtem Bergnebel ausgesetzt ist, verwendeten die Erbauer widerstandsfähiges Vulkangestein, das von Natur aus resistent gegen Wassererosion und Moosbefall ist. Dieses robuste Fundament gewährleistet die strukturelle Integrität der hohen Strohdach-Pagoden und hält sie auch bei starkem Regen, heftigen Winden und schwankenden Wasserständen sicher am Seegrund verankert.

Das Drachentor
Die Steintreppe, die direkt in das Wasser des Bratan-Sees hinabführt, wird von zwei farbenfrohen Naga flankiert – mythologischen Schlangenstatuen. Diese gekrönten Wasserdrachen sind zentrale Figuren der balinesischen Mythologie und werden mit dem Schutz und der Reinigung von Wasserquellen in Verbindung gebracht. Dieses Steintor erfüllt einen höchst praktischen Zweck, da es den Tempel direkt mit Balis antikem Subak-Bewässerungssystem verbindet. In diesem System fungiert der Tempel als spirituelles und administratives Zentrum, das die Wasserverteilung für die Reisfelder der gesamten Region koordiniert. Priester überwachen hier die Wasserstände des Sees und führen Rituale durch, um eine stetige Wasserversorgung für die flussabwärts gelegenen Bauern zu gewährleisten. Damit ist dieser Ort eine entscheidende Schnittstelle zwischen spirituellem Glauben und landwirtschaftlicher Existenzgrundlage. Die leuchtenden Farben der Drachenstatuen heben sich deutlich vom dunklen Vulkangestein der Treppen ab und erinnern die Besucher an die tiefe Verbindung zwischen dem heiligen See und der Lebensgrundlage der Inselbewohner.

